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Anbauende Städte: Kann sich Urban Farming in den USA verbreiten?

growing cities map

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„80% der Menschen in den USA leben heute in Städten. Sie müssen ernährt werden.“ So beginnt der Trailer für „Growing Cities“ (dt.: Anbauende / Wachsende Städte – Video unten eingebettet) und der Film selbst bleibt bei dieser simplen aber wichtigen Idee. Beim Besuch von urbanen Landwirtschaftsprojekten  werden die Stars und Macher Dan Susman und Andrew Monbouquette Zeugen von Farming-Ideen, die genau die Kultur der Stadt wiederspiegeln, in der sie ansässig sind.

Gelegen auf einem Luxusappartement in der New Yorker Innenstadt bringt das urbane Farming-Projekt ihrer Wahl Susman und Monbouquette auf ein Hausdach, das so grün ist, dass man sich über seine strukturelle Integrität nur wundern kann. In Chicago ist die Dichte Besiedlung ebenfalls eine bestimmende Kraft, die zu vielen verschiedenen Ebenen der urbanen Landwirtschaft innerhalb von Chicagos The Plant führt – unterstützt durch ausreichend UV-Licht und Aquaponics.

Unterdessen ist in Detroit und Philadelphia der Mangel an Raum kaum ein Thema. Urbane Landwirtschaftsprojekte entstehen auf ungenutzten Grundstücken und Gemeindemitglieder engagieren sich dabei. Und auch wenn das eigentliche Thema des Films Lebensmittel sind, so ist der interessantere Teil doch der, wie lokale, praxisnahe Ansätze zur Nahrungsmittelproduktion Leute zusammenbringen und als Wegbereiter für Veränderung dienen. Gemeinschaftsbildung ist der offensichtlichste Aspekt und in jedem gezeigten Projekt erkennbar. Aber die Farmen in dem Film nutzen die städtische Landwirtschaft auch als Mittel zur Weiterbildung bildungsferner Jugendlicher und als Rehabilitierungsmaßnahme für ehemalige Straftäter. Gibt es etwas, dass die Landwirtschaft nicht erreichen kann?

Seit seiner Veröffentlichung Ende 2013 hat Growing Cities eine beeindruckende Liste an Auszeichnungen gewonnen. Das Team hofft nun auf einen weiteren Schritt und will seine Botschaft durch eine Ausstrahlung auf PBS einem breiteren Publikum zugänglich machen. Wenn du das Projekt unterstützen willst, dann nichts wie rüber zu Kickstarter.