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Software, um die lokale Ernährungs-Revolution voranzutreiben

buckybox

Dieser Beitrag ist auch vorhanden auf: Englisch, Portugiesisch

Von Rohan Boyle auf Green Futures

Eines der größten Hindernisse für vegetarische Abokisten ist die Verwaltung von Bestellungen, Lieferungen und Bezahlungen. Der in Neuseeland beheimatete Unternehmer Will Lau bekam mit, wie viele Nachteile das Ganze mit sich bringt, als er Freunden bei ihrem Abo aushalf. „Es gab keine Lösungen da draußen, also beschloss ich ein Softwarepaket zu bauen, dass pro Woche zwei Tage an unnötiger Verwaltung eliminiert“, sagt er.

Das Ergebnis ist Bucky Box, eine webbasierte App, die Bestellung, Lieferung und Abrechnung von Abokisten automatisiert. Das anschubfinanzierte Start-Up berechnet Nutzern eine Einmalzahlung in Höhe von 3,75 Dollar pro Kunde, was die Software selbst für das kleinste Budget finanzierbar macht.

„Als kleine Firma ist schwer Kapital zu bekommen, um es dann für Software auszugeben“, sagt Nick Bourne, Gründer von Bristol Veg Boxes in Südost England. „Bucky Box ist günstig für den Anfang, was bedeutet, dass man direkt anfangen kann und in die Lage versetzt wird auf dem gleichen Level wie die größeren Firmen zu spielen.“,

veggies

Bucky Box ist nicht alleine auf dem Markt. Andere, wie zum Beispiel  Good Eggs und Farmingo  in den USA, arbeiten an demselben Problem, aber ihre Lösung unterscheidet sich Laus Meinung nach deutlich. „Während wir uns um die Software-Infrastruktur kümmern, schauen sie eher auf die Lösung des „letzte Meile“-Problems bei der Lieferlogistik.

Bucky Box wurde Ende 2012 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, bleibt aber weiterhin im sogenannten „Beta-Status“, was bedeutet, dass es bereits funktioniert, aber kontinuierlich optimiert wird.

“Jede Hilfe, die die lokalen Nahrungsmittel-Systeme effizienter, produktiver und professioneller macht, ist willkommen. Es gibt definitiv einen Bedarf für diese Art der Technologie“, sagt Michael Heasman, Dozent für Lebensmittel-Politik und -Management an der arper Adams Universität.

Bucky Box plant mindesten zweidrittel ihres Gewinns wieder in nachhaltige Lebensmittelprojekte zu investieren. „Als soziales Unternehmen sind wir sehr vorsichtig bei der Ausrichtung, wenn es darum geht, jemandem zu erlauben Geld in das Unternehmen zu stecken.“, sagt Lau.

Der Artikel erschien im Original auf Green Futures, dem Magazin der unabhängigen Nachhaltigkeitsexperten von Forum for the Future

Bilder von Bucky Box und adactio