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Städte in Bewegung: Visualisierte Stadtlandschaft von Rotterdam

birdseye view Rotterdam Zuid (c) FABRIC-JCFO

Dieser Beitrag ist auch vorhanden auf: Englisch, Spanisch, Italienisch

Googelt man “Städte als Organismus”, dann findet man von TEDtalks, über Blogs, bis hin zu wissenschaftlichen Arbeiten alles zu diesem Thema. Es mangelt sicherlich nicht an Hinweisen darauf, dass kollektive Aktivitäten in Städten wie ein urbaner Stoffwechsel sind.

Da die Infrastruktur und die Bewohner technologiefähiger sind als jemals zu vor, kann dieses Konzept der urbanen Bewegung nun auch einfacher gemessen werden. Der immense Berg an in Städten generierten Daten ermöglicht uns ein verbessertes Verständnis von allem – angefangen bei Wasser und Müll, über den Menschen, bis hin zu Frachtbewegungen.

Und das ist genau das Thema, dem sich .FABRIC  und James Corner Field Operations in einem Teil ihrer neuen Ausstellung auf der Internationalen Architekturbiennale in Rotterdam gewidmet haben.

Ihr Projekt beschreibt das Team als „erste Visualisierung von Rotterdams Stoffwechsel“ und unter dem Titel Flow Animations haben sie neun Videos kreiert, die die Bewegung von Rotterdams Stadtlandschaft zeigen. Drei unserer Favoriten zeigen wir hier unten. Und alle neun Videos der Serie findet ihr hier.

Wasser

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Bei Untersuchungen zum Einfluss des Rheins auf Rotterdam, schaut das “Water Flow” – Video insbesondere auf die Wichtigkeit des Rheins für die Frischwasserversorgung von Rotterdam. Denn obwohl der Rhein jahrhundertelang ein Gletscherfluss war, ist er heute eher ein Regenfluss, was seine Strömung deutlich unbeständiger macht. Außerdem kann das Salzwasser aus der nahgelegenen Nordsee die Wasserqualität verändern, was vom Trinkwasser bis zur Landwirtschaft alles beeinflusst.

Klickt entweder das Bild oben an, um es im Detail zu sehen – oder schaut hier das Video.

Güter

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Eine Stadt ist abhängig vom Fluss ihrer Güter, da dieser ihre Bürger, Unternehmen und anderen städtischen Dienste mit allem Notwendigen versorgt. Rotterdam ist dafür sicherlich ein bemerkenswertes Beispiel, da die Stadt den größten Hafen Europas beheimatet. Das „Goods Flow“ – Video erklärt, wie die 220 Millionen Tonnen an Waren, die jährlich den Hafen passieren, sich in der Stadt und darüber hinaus bewegen, und dabei Wasserwege, Straßen, Eisenbahnen und andere Anschlüsse nutzen. Interessanterweise schlägt Rotterdam zweimal so viele Güter um, wie der nahegelegene Hafen in Antwerpen, aber beschäftigt gleichzeitig nur 17% mehr Hafenmitarbeiter.

Klickt entweder das Bild oben an, um es im Detail zu sehen – oder schaut hier das Video.

Energie

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Das „Energy Flow“ – Video beschäftigt sich mit dem Energiemix in den Niederlanden und der Energieeffizienz von Rotterdam. Die Versorgung mit fossilen Brennstoffen in den Niederlanden wird knapp und erneuerbare Energien sind dabei diese zu kompensieren. Des Weiteren verlieren alle Unternehmen des Rotterdamer Hafens zusammengenommen so viel Wärme, dass die Kapazitäten aller bisher existierenden und geplanten Windturbinen in der Nordsee um das doppelte überstiegen werden.

Hier gibt es das gesamte Video.

Entwickelt von .FABRIC und JCFO zur IABR 2014.

Animation von Submarine