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Wie Spielplätze das Leben von syrischen Flüchtlingskindern verändern können

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Seit dem Ausbruch der Krise in Syrien ist der Libanon die neue Heimat von über 1,2 Millionen syrischen Flüchtlingen geworden: ein Anstieg der ursprünglichen libanesischen Bevölkerung um knapp 25 %, was die Ressourcen und die Möglichkeiten des Landes mittlerweile an seine Grenzen bringt. Die Flüchtlinge leben in informellen Zeltstädten, da die Regierung bisher keine offiziellen Flüchtlingsunterkünfte zugelassen hat. Während einfache Unterkünfte, medizinische Notfälle, Lebensmittel, Wasser und Sanitäranlagen von der UN, verschiedenen Regierungen und internationalen NGOs zur Verfügung gestellt werden, fehlt es immer noch an einfachsten Mitteln, die diese Bevölkerung braucht.

600.000 von ihnen sind Kinder. Marc Sommers, Experte für frühkindliche Entwicklung in Kriegs- und Nachkriegszeiten an der Universität Boston ist der Meinung, dass Kinder in solchen Notsituationen oft unsichtbar sind. Auch wenn sie ein gewisses Maß an Unterstützung erhalten, gibt es viele die in Angst und Unsicherheit leben. Das psychologische Trauma des Krieges ist nur schwer zu begreifen, aber UNICEF geht davon aus, dass ein weiteres Jahr ohne Bildung und Unterstützung dazu führt, dass diese syrischen Kinder Teil einer verlorenen Generation werden.

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Ibtasem ist ein neuartiges Projekt, um syrischen Flüchtlingskindern einen Spielplatz zu ermöglichen. Die Initiative wird von CatalyticAction angeführt. Dabei handelt es sich um ein Team aus jungen Fachkräften, die sich proaktiv engagieren, wenn es um die Herausforderungen von marginalisierten Gruppen geht. Sie arbeiten mit dem „Centre of Civic Engagement and Community Service“ der American University of Beirut und der KAYANY Foundation zusammen. Zusammen haben beide bisher bereits vier Schulen im Libanon errichtet, damit die syrischen Flüchtlingskinder weiterhin lernen können. Aufbauend auf dem Erfolg dieser Schulen, sollen die Spielplätze ein Ort des Spaßes, der Bildung, der Entspannung und der Freiheit sein; ein Ort an dem diese Kinder gesund werden können

Der Spielplatz wurde mit Hilfe der Kinder selbst entwickelt, in dem sie an partizipativen Aufgaben teilnahmen und so ihre eigenen Ideen und Erwartungen ausdrücken konnten. Der Spielplatz ist modular und so designt, dass er einfach aufgebaut, abgebaut und wieder aufgebaut werden kann. Er kann außerdem einfach angepasst werden, damit er in andere Schulen, andere Camps oder selbst in städtische Umgebungen hinein passt. Die Komponenten sind einfach zu transportieren, so dass sie wieder zurück nach Syrien gebracht werden können, sobald dort wieder Stabilität herrscht.

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CatalyticAction sammelt gerade Geld per Crowdfunding, um das Projekt Ibtasem fortzusetzen. Mehr dazu findest du auf der Seite der Initiative.

Sie halten außerdem einen Design-Workshop für das Projekt während der Bauphase ab, was es internationalen Teilnehmern mit unterschiedlichsten Hintergründen ermöglicht zusammen mit NGOs, Studenten und den Bewohnern der Siedlungen zusammenzuarbeiten.

Wenn du daran interessiert bist, findest du hier ebenfalls weitere Informationen.